Ayurveda und ich

Nun ist es da, das Jahr 2014. Silvester habe ich im trauten Freundeskreis verbracht und dabei viel Spaß gehabt. Zwar steckt mir heute Abend noch ein wenig der Schlafmangel in den Knochen, insgesamt aber hatte ich einen angenehmen Jahresanfang. Damit es auch gut weitergeht, habe ich mir heute noch mal in aller Ruhe meine zwölf Jahresziele angesehen – und dabei insgeheim festgestellt, dass diese Liste »eigentlich« noch viel länger sein müsste … Das eine oder andere Ziel habe ich sogar schon um Weihnachten herum in Angriff genommen (dazu ein andermal mehr), ein großes Projekt hinzugefügt und mich heute Nachmittag ausführlich dem Thema Ayurveda (Ziel Nummer 8) gewidmet.

Wörtlich übersetzt bedeutet Ayurveda Lebensweisheit oder Lebenswissenschaft. Der Begriff stammt aus dem indischen Sanskrit und setzt sich aus den Wörtern Ayus (Leben) und Veda (Wissen) zusammen. Dahinter verbirgt sich eine traditionelle indische Heilkunst mit ganzheitlichem Anspruch. David Frawley, ein zeitgenössischer amerikanischer Ayurveda-Experte, schreibt in seinem Werk »Das große Ayurveda-Heilungsbuch. Prinzipien und Praxis«, Seite 85, München 2001, ISBN 3-426-87143-2:

Die Grundregel lautet: Was immer wir selbst tun können, um unsere eigene Gesundheit zu stärken, wirkt besser als das, was andere für uns tun.

Das hört sich logisch an, oder? Ayurveda teilt die Menschen in drei Doshas ein: Vata, Pitta und Kapha. Dabei handelt es sich um festgelegte körperliche und charakterliche Typen, die insbesondere in der ayurvedischen Küche große Bedeutung finden. Denn wer typgerecht isst, bleibt gesund, schlank und lebt im Einklang mit seinem Körper und Geist. Mithilfe meiner Heilpraktikerin habe ich herausgefunden, welcher Typ ich bin und dann gemeinsam mit ihr die Lebensmittel aufgeschrieben, die gut für mich sind, also mein Dosha stärken, und welche es eher schwächen. Das heißt nicht, dass ich auf Nahrung aus der zweiten Gruppe vollständig verzichten muss, ich sollte mir nur bewusst sein, was ich wann esse (und vielleicht auch, warum).

Als Pitta-Typ habe ich ein starkes Verdauungsfeuer (Agni) und kann sowohl kalte als auch warme Speisen von mittelschwerer Konsistenz zu mir nehmen. Meine Geschmacksrichtungen sind bitter, süß und herb. Damit lässt sich schon eine ganze Menge anfangen! Dennoch ist es gar nicht so einfach, die ayurvedische Küche in den Alltag zu integrieren. Zum Beispiel soll ich morgens ein Glas warmes Wasser trinken. Damit allein habe ich kein Problem. Auf meinen geliebten Kaffee aber kann und will ich vorerst jedoch nicht verzichten. Ich werde mich dennoch tapfer bemühen, weniger koffeinhaltige Böhnchen zu konsumieren und diese dann intensiver zu genießen. Vor 8:00 Uhr soll ich nichts essen, da das Agni dann noch nicht gut arbeitet. Da ich ohnehin seit meiner Kindheit ein schlechter Frühstücker bin, kommt mir diese Regel sehr entgegen. Weniger anfreunden mag ich mich mit der Idee, ab morgen zum späten Frühstück Obst, Nüsse und Trockenfrüchte oder einen warmen Getreidebrei zu verspeisen. Obst geht eigentlich immer, das bekomme ich hin, notfalls auch gern in Form von frisch gepresstem Saft. Bei den Nüssen bin ich schon skeptischer. So sehr ich sie liebe, morgens mag ich sie noch nicht. Zudem rät »Das Ayurveda Heilbuch« von Vasant Lad mir dazu, Nüsse mit Ausnahme von Kokosnüssen zu meiden. Na, was denn nun? Ich bin irritiert, die Nussfrage muss ich unbedingt mit meiner Heilpraktikerin besprechen. Beim Gedanken an Getreidebrei wiederum schüttelt es mich … Das kann doch nicht schmecken! Zumindest mir nicht. Ich habe daher beschlossen, mich erst einmal langsam an die neue Ernährung heranzutasten. Langsam, das heißt: mit Obst oder Saft zum Frühstück. Während des Vormittages darf ich Ingwerwasser trinken. Gewöhnungsbedürftig, aber machbar, denke ich. Mittags gibt es Salat oder Rohkost, dazu ein Hauptgericht aus Gemüse und/oder Hülsenfrüchten. Wobei ich mich vor meinen geliebten Linsen hüten soll. Dafür ist sogar Nachtisch erlaubt, was ich aber nur an den Wochenenden wahrnehmen werde, weil ich dann mehr Zeit für eine aufwendige Küche habe. Ein tolles Rezept für ayurvedischen Schokoladenpudding mit Chili und Safransahne habe ich mir schon aus dem Internet herausgesucht – lecker! Nachmittags stehen Yogi- oder anderer Gewürztee und Kräutertees auf meinem neuen Ernährungsprogramm. Mag ich beides – passt! Abends soll es dann ein leichtes vegetarisches Gericht geben oder Suppe mit etwas Brot und Aufstrich. Insgesamt klingt das alles recht lukullisch und – abgesehen von der Einschränkung meines Kaffee- und Schwarzteekonsums – nicht nach Verzicht. Wer weiß, vielleicht esse ich ja in diesem Jahr sogar abwechslungsreicher als früher? Die indische Küche liebe ich jedenfalls sehr. Insgesamt bin ich zuversichtlich, dass ich mich nach ein paar Wochen gut auf die neue Ernährungsform umstellen kann. Zum Eingewöhnen gab es heute Abend schon mal Reis mit Gemüse. Das Ziel ist ganzheitliche Gesundheit: Vorbeugung, Verjüngung, Revitalisierung, Heilung. Kein kleines Ziel. Aber ein wichtiges.

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Käfer Glühpunsch Rot Granatapfel und Zimt

Käfer Glühpunsch Rot Granatapfel und Zimt - Bild: Bobtail
Käfer Glühpunsch Rot Granatapfel und Zimt – Bild: Bobtail

Ehe man sich versieht, ist es auch schon wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür! Um die Tage bis zum Heiligen Abend möglichst angenehm zu gestalten, pflege ich auch in diesem Jahr wieder die lieb gewonnene Tradition des gemeinsamen Plätzchenknabberns im Freundeskreis. Vanillekipferl, Haselnussmakronen, Elisenlebkuchen und Co. drängen sich bereits dicht an dicht in meinen Keksdosen. Aber da war doch noch etwas, was ich besorgen muss ? Richtig, Getränke! Ob Honigmet, Glühwein oder Punsch, es wird langsam Zeit, die passenden Heißgetränke zu besorgen. Und da ich meinen Gästen nur selten etwas serviere, was ich vorher nicht mindestens ein Mal selbst probiert habe, erkläre ich diese Woche kurzerhand zur »Glühwoche«.

Den Anfang im Probierreigen machte Freitagnacht der Hot World Glühpunsch Chai-Vanille von KATLENBURGER, der vier von fünf Schneckenhäuschen erzielte (hier nachzulesen). Am Samstag und Sonntag blieben meine Glühweinbecher trocken. Doch schon am Montag durften sie sich wieder freuen, wurden sie doch mit Winzerglühwein aus dem Discounter Aldi gefüllt. Dieser auf einem kräftigem Rotwein aus der Rebsorte Dornfelder basierende eher traditionelle Glühwein erwies sich als echte Überraschung und heimste souverän fünf von fünf Schneckenhäuschen ein. Den ausführlichen Testbericht stelle ich am Donnerstag online. Gestern Abend schließlich bekam ich von der Chefschnecke eine Flasche Käfer Glühpunsch Rot Vanille und Zimt geschenkt. Logisch, dass wir das Getränk auch gleich gemeinsam verkostet haben!

Schon die Flasche aus dem Hause Feinkost Käfer ist ein optisches Schmankerl: Rosarote Blatt- und Blumenranken winden sich auf weinrotem Grund um die gesamte Flasche, in der vorderen Mitte prangt das schön gestaltete Etikett. Typisch Käfer eben! Schade nur, dass der sonst doch so qualitätsbewusst auftretende Anbieter nicht darauf verzichtet hat, für die edel und orientalisch anmutende Umhüllung Plastik zu verwenden … Dafür gab es einen halben Punkt Abzug. Die Inhaltsstoffe: Wein, Wasser, Zucker, natürliche Aromen, Zitronensäure und Schwefeldioxid (Autsch!). Über die jeweiligen Mengenangaben bietet das Etikett keine Auskunft. Mit einem Alkoholgehalt von 8,5% vol. liegt der Glühpunsch im üblichen Rahmen. »Käfer Glühpunsch mit natürlichen Aromen nach Granatapfel und Zimt verzaubert jeden kalten Wintertag in einen gemütlichen Abend vor dem Kamin. Leicht erhitzt passt er hervorragend zu Gebäck oder pur einfach zum Genießen«, verspricht Feinkost Käfer auf der Rückseite der Flasche.

Gespannt öffnete ich den Schraubverschluss und schnupperte: Süßer Beerengeruch kitzelte meine Nase. Behutsam erhitzte ich den Glühpunsch und stellte fest, dass die Geruchsintensität noch zunahm. Granatapfelduft breitete sich fast schon penetrant im ganzen Raum aus und erinnerte mich ein wenig an gewisse Kaugummisorten aus meiner Kindheit. Wodurch sich das Getränk einen weiteren halben Punkt Abzug verdiente. Inzwischen ein wenig misstrauisch geworden, probierten die Chefschnecke und ich den ersten Schluck – und wurden angenehm überrascht. Zwar verwandelte sich meine Wohnzimmerheizung nicht plötzlich in einen Kamin (Schade!), aber eines ist dieser Punsch gewiss: lecker! Fruchtig, beerig, zimtig, wie ein Kinderpunsch mit Schuss, nur bedingt »natürlich«, sehr süß und ebenso geruchsintensiv. Dennoch angenehm rund im Geschmack. Fruchtige Säure und Süße boten sich in unseren Bechern ein Stelldichein und machten Lust auf mehr. Unser einstimmiges Fazit: Der Käfer Glühpunsch Rot Vanille und Zimt ist ein angenehmer Begleiter in der Adventszeit und schmeckt hervorragend zu Plätzchen aller Art. Definitiv noch nicht mein Favorit, aber ein Glühpunsch, der immer mal wieder in meinem Einkaufskorb landen wird. Insgesamt konnten wir vier von fünf Schneckenhäuschen vergeben.

Glühpunsch Chai-Vanille

Hot World Chai-Vanille, 0,75 l - Bild: Katlenburger
Hot World Chai-Vanille, 0,75 l – Bild: Katlenburger

Ein im wahrsten Sinne des Wortes heißes Getränk ist der Hot World Glühpunsch von KATLENBURGER, den ich Freitagnacht während unserer Backorgie genießen durfte. Gerade als ich dachte, der Tag könnte unmöglich noch besser werden, öffnete I. K. zu fortgeschrittener Stunde die Kühlschranktür, zog mit geheimnisvollen Gesten eine interessant aussehende Flasche aus dem Getränkefach und hielt sie mir unter die neugierig zuckende Nase. Nanu, was ist denn das?, überlegte ich verwundert. Ein Wein? Ein Sekt? Ein Weinmischgetränk? Nein! Es war der Hot World Glühpunsch in der Sorte Chai-Vanille.

Das klang seltsam, aber auch interessant – bezeichnet doch Masala chai, kurz Chai, (von chinesisch chá, »Tee«, gesprochen »tscha«, »tschai« oder »schai«, und masala, hindi मसाला, »Mischung«) in ganz Südasien ein Getränk aus Schwarztee, Milch, Zucker und einer Gewürzmischung, das insbesondere aus dem Leben der Inder nicht wegzudenken ist. Aus meinem auch nicht und so griff ich gespannt nach meinem Becher mit dem inzwischen erhitzten Glühpunsch. Vorsichtig schnupperte ich … Ja, da war es, das Aroma Indiens, mitten in I. Ks. Münchner Küche! Das Heißgetränk roch übrigens nicht nur wie der mir vertraute Gewürztee, sondern sah auch so aus. Kein Wunder: Ein Blick aufs Etikett verriet uns, dass neben den typischen Gewürzen die obligatorische Milch enthalten war. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die einzelnen Zutaten nicht notiert habe (es war ein langer Tag ), aber das hole ich selbstverständlich schnellstmöglich nach. Inzwischen war I. Ks. Tochter S. zu uns gestoßen und nahm sich ebenfalls einen Becher. (Für die besorgten Eltern unter euch: Die »Kleine« ist 20, darf also durchaus auch mal einen Schluck Punsch trinken.)

Wir prosteten einander zu und tranken mutig die ersten kleinen Schlucke. Mutig, da sich keine von uns so recht vorstellen konnte, dass Milch und Glühpunsch zusammenpassen. Die heiße Flüssigkeit glitt sanft über meine Zunge, erinnerte auch beim Trinken eher an Tee als an Glühwein oder Punsch, war »leichter«, weniger »klebrig«. Dann erreichten die ersten Wellen der Geschmacksexplosionen auf meinen Papillen mein Gehirn und mir wurde klar: Die Zeiten klassischer Glühweine sind vorbei! Fruchtaromen kuschelten sich an Vanille und Co., sanft umhüllt von sahniger Milch. Kurz zauderte ich, war mir nicht sicher, ob mir dieser starke Kontrast zwischen der Süße des Zuckers und der Milch und der Säure der Früchte wirklich mundete. Aber dann ließ ich mich auf das Geschmacksabenteuer ein und genoss das neue Getränk in vollen Zügen. Viel zu schnell waren unsere Becher geleert und die nächste Plätzchenladung wollte aus dem Ofen genommen werden. Muss ich erwähnen, dass uns die Arbeit im Anschluss viel leichter von der Hand ging …? Und das lag gewiss nicht am Alkoholgehalt, denn der ist mit 8,5% vol. moderat für ein Getränk dieser Art. Wenn ich überhaupt etwas zu bemängeln habe, dann ist es die sich sehr stark in den Vordergrund drängelnde Vanille. So sehr ich den Geschmack von Vanille auch liebe, hier wäre weniger mehr gewesen. Daher bekommt der Hot World Glühpunsch Chai-Vanille von mir auch nur vier von fünf Schneckenhäuschen. Menschen, die traditionellen Glühwein grundsätzlich bevorzugen, werden diesen modernen, sehr ausgefallenen Glühpunsch vermutlich nicht mögen. Uns aber hat er gut geschmeckt. Gerade zu weihnachtlichen Plätzchen oder Muffins passt er ideal und ist eine willkommene exotische Abwechslung.

Inspiriert von dem Gedanken, dass auch in anderen kalten Regionen der Welt Heißgetränke getrunken werden, hat KATLENBURGER außer dem Glühpunsch Chai-Vanille (Himalaya-Region Indiens) zwei weitere interessante und attraktiv verpackte neue Sorten mit regional typischen Geschmacksrichtungen entwickelt: Orange-Ingwer (nördliches Japan) und Cranberry (nördliches Kanada). Alle drei Sorten kommen in dekorativen 0,7-Liter-Flaschen daher und eignen sich mit einem Preis von rund drei Euro hervorragend als kleines Überraschungsmitbringsel während der Winterzeit. Zu finden sind die Heißgetränke im örtlichen Supermarkt und natürlich im Online-Shop von KATLENBURGER. Dort ist übrigens auch ein preisgünstiges Vorteilsset zu haben: sechs Flaschen für 16,82 Euro.