Käfer Glühpunsch Rot Granatapfel und Zimt

Käfer Glühpunsch Rot Granatapfel und Zimt - Bild: Bobtail
Käfer Glühpunsch Rot Granatapfel und Zimt – Bild: Bobtail

Ehe man sich versieht, ist es auch schon wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür! Um die Tage bis zum Heiligen Abend möglichst angenehm zu gestalten, pflege ich auch in diesem Jahr wieder die lieb gewonnene Tradition des gemeinsamen Plätzchenknabberns im Freundeskreis. Vanillekipferl, Haselnussmakronen, Elisenlebkuchen und Co. drängen sich bereits dicht an dicht in meinen Keksdosen. Aber da war doch noch etwas, was ich besorgen muss ? Richtig, Getränke! Ob Honigmet, Glühwein oder Punsch, es wird langsam Zeit, die passenden Heißgetränke zu besorgen. Und da ich meinen Gästen nur selten etwas serviere, was ich vorher nicht mindestens ein Mal selbst probiert habe, erkläre ich diese Woche kurzerhand zur »Glühwoche«.

Den Anfang im Probierreigen machte Freitagnacht der Hot World Glühpunsch Chai-Vanille von KATLENBURGER, der vier von fünf Schneckenhäuschen erzielte (hier nachzulesen). Am Samstag und Sonntag blieben meine Glühweinbecher trocken. Doch schon am Montag durften sie sich wieder freuen, wurden sie doch mit Winzerglühwein aus dem Discounter Aldi gefüllt. Dieser auf einem kräftigem Rotwein aus der Rebsorte Dornfelder basierende eher traditionelle Glühwein erwies sich als echte Überraschung und heimste souverän fünf von fünf Schneckenhäuschen ein. Den ausführlichen Testbericht stelle ich am Donnerstag online. Gestern Abend schließlich bekam ich von der Chefschnecke eine Flasche Käfer Glühpunsch Rot Vanille und Zimt geschenkt. Logisch, dass wir das Getränk auch gleich gemeinsam verkostet haben!

Schon die Flasche aus dem Hause Feinkost Käfer ist ein optisches Schmankerl: Rosarote Blatt- und Blumenranken winden sich auf weinrotem Grund um die gesamte Flasche, in der vorderen Mitte prangt das schön gestaltete Etikett. Typisch Käfer eben! Schade nur, dass der sonst doch so qualitätsbewusst auftretende Anbieter nicht darauf verzichtet hat, für die edel und orientalisch anmutende Umhüllung Plastik zu verwenden … Dafür gab es einen halben Punkt Abzug. Die Inhaltsstoffe: Wein, Wasser, Zucker, natürliche Aromen, Zitronensäure und Schwefeldioxid (Autsch!). Über die jeweiligen Mengenangaben bietet das Etikett keine Auskunft. Mit einem Alkoholgehalt von 8,5% vol. liegt der Glühpunsch im üblichen Rahmen. »Käfer Glühpunsch mit natürlichen Aromen nach Granatapfel und Zimt verzaubert jeden kalten Wintertag in einen gemütlichen Abend vor dem Kamin. Leicht erhitzt passt er hervorragend zu Gebäck oder pur einfach zum Genießen«, verspricht Feinkost Käfer auf der Rückseite der Flasche.

Gespannt öffnete ich den Schraubverschluss und schnupperte: Süßer Beerengeruch kitzelte meine Nase. Behutsam erhitzte ich den Glühpunsch und stellte fest, dass die Geruchsintensität noch zunahm. Granatapfelduft breitete sich fast schon penetrant im ganzen Raum aus und erinnerte mich ein wenig an gewisse Kaugummisorten aus meiner Kindheit. Wodurch sich das Getränk einen weiteren halben Punkt Abzug verdiente. Inzwischen ein wenig misstrauisch geworden, probierten die Chefschnecke und ich den ersten Schluck – und wurden angenehm überrascht. Zwar verwandelte sich meine Wohnzimmerheizung nicht plötzlich in einen Kamin (Schade!), aber eines ist dieser Punsch gewiss: lecker! Fruchtig, beerig, zimtig, wie ein Kinderpunsch mit Schuss, nur bedingt »natürlich«, sehr süß und ebenso geruchsintensiv. Dennoch angenehm rund im Geschmack. Fruchtige Säure und Süße boten sich in unseren Bechern ein Stelldichein und machten Lust auf mehr. Unser einstimmiges Fazit: Der Käfer Glühpunsch Rot Vanille und Zimt ist ein angenehmer Begleiter in der Adventszeit und schmeckt hervorragend zu Plätzchen aller Art. Definitiv noch nicht mein Favorit, aber ein Glühpunsch, der immer mal wieder in meinem Einkaufskorb landen wird. Insgesamt konnten wir vier von fünf Schneckenhäuschen vergeben.

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Glühpunsch Chai-Vanille

Hot World Chai-Vanille, 0,75 l - Bild: Katlenburger
Hot World Chai-Vanille, 0,75 l – Bild: Katlenburger

Ein im wahrsten Sinne des Wortes heißes Getränk ist der Hot World Glühpunsch von KATLENBURGER, den ich Freitagnacht während unserer Backorgie genießen durfte. Gerade als ich dachte, der Tag könnte unmöglich noch besser werden, öffnete I. K. zu fortgeschrittener Stunde die Kühlschranktür, zog mit geheimnisvollen Gesten eine interessant aussehende Flasche aus dem Getränkefach und hielt sie mir unter die neugierig zuckende Nase. Nanu, was ist denn das?, überlegte ich verwundert. Ein Wein? Ein Sekt? Ein Weinmischgetränk? Nein! Es war der Hot World Glühpunsch in der Sorte Chai-Vanille.

Das klang seltsam, aber auch interessant – bezeichnet doch Masala chai, kurz Chai, (von chinesisch chá, »Tee«, gesprochen »tscha«, »tschai« oder »schai«, und masala, hindi मसाला, »Mischung«) in ganz Südasien ein Getränk aus Schwarztee, Milch, Zucker und einer Gewürzmischung, das insbesondere aus dem Leben der Inder nicht wegzudenken ist. Aus meinem auch nicht und so griff ich gespannt nach meinem Becher mit dem inzwischen erhitzten Glühpunsch. Vorsichtig schnupperte ich … Ja, da war es, das Aroma Indiens, mitten in I. Ks. Münchner Küche! Das Heißgetränk roch übrigens nicht nur wie der mir vertraute Gewürztee, sondern sah auch so aus. Kein Wunder: Ein Blick aufs Etikett verriet uns, dass neben den typischen Gewürzen die obligatorische Milch enthalten war. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die einzelnen Zutaten nicht notiert habe (es war ein langer Tag ), aber das hole ich selbstverständlich schnellstmöglich nach. Inzwischen war I. Ks. Tochter S. zu uns gestoßen und nahm sich ebenfalls einen Becher. (Für die besorgten Eltern unter euch: Die »Kleine« ist 20, darf also durchaus auch mal einen Schluck Punsch trinken.)

Wir prosteten einander zu und tranken mutig die ersten kleinen Schlucke. Mutig, da sich keine von uns so recht vorstellen konnte, dass Milch und Glühpunsch zusammenpassen. Die heiße Flüssigkeit glitt sanft über meine Zunge, erinnerte auch beim Trinken eher an Tee als an Glühwein oder Punsch, war »leichter«, weniger »klebrig«. Dann erreichten die ersten Wellen der Geschmacksexplosionen auf meinen Papillen mein Gehirn und mir wurde klar: Die Zeiten klassischer Glühweine sind vorbei! Fruchtaromen kuschelten sich an Vanille und Co., sanft umhüllt von sahniger Milch. Kurz zauderte ich, war mir nicht sicher, ob mir dieser starke Kontrast zwischen der Süße des Zuckers und der Milch und der Säure der Früchte wirklich mundete. Aber dann ließ ich mich auf das Geschmacksabenteuer ein und genoss das neue Getränk in vollen Zügen. Viel zu schnell waren unsere Becher geleert und die nächste Plätzchenladung wollte aus dem Ofen genommen werden. Muss ich erwähnen, dass uns die Arbeit im Anschluss viel leichter von der Hand ging …? Und das lag gewiss nicht am Alkoholgehalt, denn der ist mit 8,5% vol. moderat für ein Getränk dieser Art. Wenn ich überhaupt etwas zu bemängeln habe, dann ist es die sich sehr stark in den Vordergrund drängelnde Vanille. So sehr ich den Geschmack von Vanille auch liebe, hier wäre weniger mehr gewesen. Daher bekommt der Hot World Glühpunsch Chai-Vanille von mir auch nur vier von fünf Schneckenhäuschen. Menschen, die traditionellen Glühwein grundsätzlich bevorzugen, werden diesen modernen, sehr ausgefallenen Glühpunsch vermutlich nicht mögen. Uns aber hat er gut geschmeckt. Gerade zu weihnachtlichen Plätzchen oder Muffins passt er ideal und ist eine willkommene exotische Abwechslung.

Inspiriert von dem Gedanken, dass auch in anderen kalten Regionen der Welt Heißgetränke getrunken werden, hat KATLENBURGER außer dem Glühpunsch Chai-Vanille (Himalaya-Region Indiens) zwei weitere interessante und attraktiv verpackte neue Sorten mit regional typischen Geschmacksrichtungen entwickelt: Orange-Ingwer (nördliches Japan) und Cranberry (nördliches Kanada). Alle drei Sorten kommen in dekorativen 0,7-Liter-Flaschen daher und eignen sich mit einem Preis von rund drei Euro hervorragend als kleines Überraschungsmitbringsel während der Winterzeit. Zu finden sind die Heißgetränke im örtlichen Supermarkt und natürlich im Online-Shop von KATLENBURGER. Dort ist übrigens auch ein preisgünstiges Vorteilsset zu haben: sechs Flaschen für 16,82 Euro.

Zuckerkreationen: Orangen-Ingwer-Zucker

Close-up einer Orange – Bild: Dvortygirl
Close-up einer Orange – Bild: Dvortygirl

Hier habe ich noch eine besonders edle Orangenzuckervariante für euch:

Zutaten:

  • 50 g frisch geriebener Ingwer
  • Schale von zwei ungespritzten Orangen
  • 1 kg Rohrohrzucker

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer sauberen Schüssel gut miteinander vermischen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Bei 50°C rund zwei Stunden im Ofen trocknen lassen. In der Küchenmaschine oder im Mörser fein mahlen, bis der Zucker sich vollständig orange gefärbt hat. In luftdicht schließende Schraubgläser füllen – fertig! Der Orangen-Ingwer-Zucker verleiht heißem Tee das gewisse Etwas und schmückt Plätzchen, Gebäck und Schlagsahne.

Zuckerkreationen: Orangenzucker II

Orangenschale - Bild: Henningklevjer
Orangenschale – Bild: Henningklevjer

Es gibt mehr als eine Art, Orangenzucker zu machen. Das folgende Rezept mit Orangenblütenwasser ist besonders fein:

Zutaten:

  • 25 ml Orangenblütenwasser
  • Schale von fünf ungespritzten Orangen
  • 500 g Rohrohrzucker

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer sauberen Schüssel gut miteinander vermischen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Bei 50°C rund zwei Stunden im Ofen trocknen lassen. In der Küchenmaschine oder im Mörser fein mahlen, bis der Zucker sich vollständig orange gefärbt hat. In luftdicht schließende Schraubgläser füllen – fertig! Schmeckt köstlich in edlen Tees oder als Streusüße über frischen Früchten und Gebäck.

Zuckerkreationen: Orangenzucker

Orangenzucker ist nicht nur in der Weihnachtsbäckerei unverzichtbar. Ihr könnt ihn beim Kochen und Backen überall dort einsetzen, wo im Rezept »Orangenschalenaroma«, »Orange Back« oder »Orangenaroma« verlangt wird und euch so eine Menge Geld für die kleinen Tütchen und Fläschchen der einschlägigen Backmittelhersteller sparen. Deren Mittelchen bestehen nämlich aus Aroma mit geriebenen Orangenschalen und Traubenzucker bzw. aus Aromaextrakten, Zucker, modifizierter Stärke, E 1450 und pflanzlichem Öl. Für die Flüssigaromen habe ich trotz gründlicher Internetrecherche keine Inhaltsangaben gefunden … Diesen teuren Chemiepamps braucht meiner Meinung nach kein Mensch. Daher sage ich »Back to the Fruiture!« und mache meinen Orangenzucker selbst. Hier ist das Rezept:

Zutaten:

  • Schale von fünf ungespritzten Orangen
  • 500 g brauner Rohrzucker

Zubereitung:

Die Orangenschale in die Küchenmaschine oder den Mörser geben und den Zucker hinzufügen. Fein mahlen, bis der Zucker sich vollständig orange gefärbt hat. In luftdicht schließende Schraubgläser füllen – fertig!

Tipp: Schmeckt auch toll in Kaffee und Tee oder als Streusüße über Obstsalat!

Zuckerkreationen: Rosenzucker

Rosenzucker (mittelfein gemörsert)- Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker (mittelfein gemörsert) – Bild: Bananenschneckerl

Rosen (Rosaceae) gelten seit dem Altertum als Symbol von Liebe, Freude und Jugendfrische. Sie sehen im Garten oder in der Vase nicht nur wunderschön aus, sondern finden auch vielfältige Verwendung in der Kosmetik und der Küche: Das Rosenöl (Rosae aetheroleum) wird von der Parfumindustrie geliebt und das bei seiner Gewinnung anfallende Rosenwasser aromatisiert z. B. Marzipan und Lebkuchen. Aus den Blüten der Königin der Blumen lässt sich ganz leicht köstlicher Rosenzucker herstellen. Hier ist das Rezept:

Zutaten:

  • 100 g duftende ungespritzte Rosenblüten
  • 500 g Zucker

Zubereitung:

Die Blütenblätter von den Rosenblüten abzupfen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und bei maximal 50°C und leicht geöffneter Ofenklappe (Kochlöffel hineinstecken) trocknen lassen. Anschließend die getrockneten Blütenblätter mit dem Zucker vermischen und in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein zermahlen. In luftdicht schließende Schraubgläser abfüllen und mindestens drei Wochen ziehen lassen – fertig!

Der Rosenzucker eignet sich wunderbar zum Verfeinern von Süßspeisen und Gebäck aller Art. Hübsch verpackt ist er auch ein edles Geschenk für liebe Freunde und ein tolles Mitbringsel bei Einladungen von DIY-Fans und Hobbyköchen.

Tipp: Ihr könnt die Rosenblütenblätter auch direkt mit dem Zucker mischen, in den Ofen geben und trocknen.

Bilder der einzelnen Arbeitsschritte:

Bio-Rosen - Bild: Bananenschneckerl
Bio-Rosen – Bild: Bananenschneckerl
Zerkleinerte Rosenblütenblätter - Bild: Bananenschneckerl
Zerkleinerte Rosenblütenblätter – Bild: Bananenschneckerl
Gezuckerte Rosenblütenblätter - Bild: Bananenschneckerl
Gezuckerte Rosenblütenblätter – Bild: Bananenschneckerl
Rosenzuckeransatz nach dem Trocknen - Bild: Bananenschneckerl
Rosenzuckeransatz nach dem Trocknen – Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker im Mörser - Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker im Mörser – Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker (mittelfein gemörsert)- Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker (mittelfein gemörsert) – Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker im Glas - Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker im Glas – Bild: Bananenschneckerl