Naschwerk: Lokum

Lokum - Bild: Chris Buttigieg
Lokum – Bild: Chris Buttigieg

Zum dritten Advent möchte ich euch mein beliebtes Rezept für Lokum (auch: Turkish Delight) vorstellen. Lokum ist eine im gesamten Orient beliebte Süßigkeit auf Basis eines Sirups aus gelierter Stärke und Zucker. Es ist weich und klebrig, transparent gelblich oder auch farbig, dann meist rosa oder grün. Ihr könnt natürlich für euer Lokum jede Farbe wählen, die euch gefällt!

Zutaten:

  • 1 kg Rohrohrzucker
  • 1 l Wasser
  • 1 TL Zitronensaft
  • 150 g Speisestärke
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 2 EL Rosenwasser
  • natürliche rote Lebensmittelfarbe
  • Sonnenblumenöl zum Einölen der Form
  • Puderzucker oder Kokosnussraspel zum Bestäuben

Zubereitung:

Den Zucker zusammen mit 375 Milliliter Wasser und dem Zitronensaft in einen Topf geben. Auf kleiner Flamme rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Nun kurz aufkochen und dann auf mittlerer Flamme köcheln lassen, bis die Flüssigkeit eine sirupartige Konsistenz angenommen hat, und vom Herd nehmen. Dann 125 Gramm Speisestärke mit dem Weinsteinbackpulver und 250 Milliliter Wasser verrühren, das restliche Wasser in einem zweiten – großen! – Topf sprudelnd aufkochen und unter die Stärkemischung rühren. Die Flüssigkeit in den zweiten Topf geben und auf mittlerer Flamme unter ständigem Rühren köcheln lassen, bis sie eindickt und blubbernde Blasen wirft. Anschließend den anfangs zubereiteten, noch heißen, Sirup untermengen. Aufkochen und unter regelmäßigem Rühren rund anderthalb Stunden köcheln lassen, bis sich die Masse hellgold verfärbt. Jetzt zügig das Rosenwasser und so viel natürliche Lebensmittelfarbe untermengen, bis euch die Tönung gefällt. Sofort in eine dünn eingeölte Back- oder Auflaufform gießen und mindestens zwölf Stunden ruhen lassen, am besten über Nacht. Am nächsten Tag den Puderzucker oder die Kokosnussraspel mit der restlichen Stärke vermengen, das Lokum in kleine, mundgerechte Häppchen schneiden und in der Mischung wenden. Entweder sofort genießen oder bis zum Verzehr in einer Blechdose aufbewahren.

Tipp: Ihr liebt die Abwechslung? Dann könnt ihr das Rosenwasser auch gegen Orangenblütenwasser oder Zitrusfrüchtesaft austauschen und nach Belieben gehackte Nüsse, Mandeln, Pistazien oder kandierte Früchte unter die Lokummasse rühren. Oder alles auf einmal – hier sind eurer Fantasie keine Grenzen gesteckt!

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Lila 2014, Freunde!

Radiant Orchid blooms with confidence and magical warmth that intrigues the eye and sparks the imagination. It is an expressive, creative and embracing purple – one that draws you in with its beguiling charm. A captivating harmony of fuchsia, purple and pink undertones, Radiant Orchid emanates great joy, love and health. – Pantone®

Pantone® 18-3224 Radiant Orchid - Bild: Pantone®
Pantone® 18-3224 Radiant Orchid – Bild: Pantone®

Lange Zeit galt das von mir so geliebte Violett als schwierige, angestaubte Farbe und weckte unangenehme Assoziationen … Wer kennt nicht Sprüche wie »Lila – der letzte Versuch«, »Lila macht g…« oder gar »Die Farbe der unbefriedigten Frau«? Hmrmpf! Doch nun weht ein frischer Wind durch die Modewelt: Der Farbspezialist Pantone® präsentiert Radiant Orchid als Farbe des Jahres 2014. Der verführerische Mix aus Fuchsia, Purpur und Rosarot ist rauchiger als das uns vertraute klare Violett, wirkt wärmer und lebendiger, strahlt Zuversicht, Freude, Liebe und Gesundheit aus. Der Farbcode: 18-3224.

Spontan musste ich beim ersten Blick auf die Farbmuster an mit Sonnenstaub überzogene Schmetterlingsflügel denken. Radiant Orchid ist gewiss keine Farbe, die von jeder Frau getragen werden kann: Blasshäutige Blondinen und alle mit einer Haarfarbe zwischen Erdbeere und Kupfer sollten eher zu Accessoires im neuen Farbton greifen, während es sich Brünette und Schwarzhaarige mit dunklem Teint durchaus leisten können, sich von Kopf bis Fuß in »strahlende Orchidee« zu hüllen.

In einigen Kollektionen war die markante Farbe schon auf den Laufstegen zu sehen, so bei Marc Jacobs, Emerson by Jackie Fraser-Swan, Max Mara, Yoana Baraschi, Missoni, Lanvin und Juicy Couture. Auch die Kosmetik- und Interior-Design-Industrie ist längst auf den neuen Farbzug aufgesprungen – eine gute Chance für Fashionistas, mit Radiant Orchid zu experimentieren. Ich selbst werde mir einige dekorative Accessoires für mein »Schoko-Lila-Laune-Bad« gönnen. Und einen neuen Nagellack: Der Mirror Mirror on the wall midnight glamour nail polish 010 sensual purple von p2 cosmetics scheint mir ein guter Anfang zu sein. Tipp: InStyle hat tolle Shopping-Ideen rund um die neue Trendfarbe 2014 zusammengestellt!

Zuckerkreationen: Rosenzucker

Rosenzucker (mittelfein gemörsert)- Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker (mittelfein gemörsert) – Bild: Bananenschneckerl

Rosen (Rosaceae) gelten seit dem Altertum als Symbol von Liebe, Freude und Jugendfrische. Sie sehen im Garten oder in der Vase nicht nur wunderschön aus, sondern finden auch vielfältige Verwendung in der Kosmetik und der Küche: Das Rosenöl (Rosae aetheroleum) wird von der Parfumindustrie geliebt und das bei seiner Gewinnung anfallende Rosenwasser aromatisiert z. B. Marzipan und Lebkuchen. Aus den Blüten der Königin der Blumen lässt sich ganz leicht köstlicher Rosenzucker herstellen. Hier ist das Rezept:

Zutaten:

  • 100 g duftende ungespritzte Rosenblüten
  • 500 g Zucker

Zubereitung:

Die Blütenblätter von den Rosenblüten abzupfen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und bei maximal 50°C und leicht geöffneter Ofenklappe (Kochlöffel hineinstecken) trocknen lassen. Anschließend die getrockneten Blütenblätter mit dem Zucker vermischen und in der Küchenmaschine oder dem Mörser fein zermahlen. In luftdicht schließende Schraubgläser abfüllen und mindestens drei Wochen ziehen lassen – fertig!

Der Rosenzucker eignet sich wunderbar zum Verfeinern von Süßspeisen und Gebäck aller Art. Hübsch verpackt ist er auch ein edles Geschenk für liebe Freunde und ein tolles Mitbringsel bei Einladungen von DIY-Fans und Hobbyköchen.

Tipp: Ihr könnt die Rosenblütenblätter auch direkt mit dem Zucker mischen, in den Ofen geben und trocknen.

Bilder der einzelnen Arbeitsschritte:

Bio-Rosen - Bild: Bananenschneckerl
Bio-Rosen – Bild: Bananenschneckerl
Zerkleinerte Rosenblütenblätter - Bild: Bananenschneckerl
Zerkleinerte Rosenblütenblätter – Bild: Bananenschneckerl
Gezuckerte Rosenblütenblätter - Bild: Bananenschneckerl
Gezuckerte Rosenblütenblätter – Bild: Bananenschneckerl
Rosenzuckeransatz nach dem Trocknen - Bild: Bananenschneckerl
Rosenzuckeransatz nach dem Trocknen – Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker im Mörser - Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker im Mörser – Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker (mittelfein gemörsert)- Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker (mittelfein gemörsert) – Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker im Glas - Bild: Bananenschneckerl
Rosenzucker im Glas – Bild: Bananenschneckerl